Wie man Flüchtlingen in Delmenhorst zur Seite stehen kann.

In diesem Interview beantwortet Meliha D. ein paar Fragen über ihre ehemalige Tätigkeit als Betreuungsperson der Flüchtlinge in der Kaserne. Sie war 1 Jahr lang in der Kaserne tätig und kümmerte sich ebenfalls um das Wohlbefinden der Flüchtlinge.

Wie sind Sie dazu gekommen in der Kaserne tätig zu werden?

Da ich selber einen Migrationshintergrund habe, wollte ich den Menschen, die aus dem Kriegsgebiet geflohen sind, helfen, da ich mich selber sehr gut in deren Lage versetzen kann und ich ihnen durch diese schwierige Phase helfen wollte.

Womit genau beschäftigten Sie sich?

Ich habe für die Flüchtlinge Termine abgemacht (z.B. Arzttermine, Termine beim Amt, bei der Stadt) und habe sie zudem auch zu diesen Terminen begleitet, habe sie unterstützt, sich an das Leben in Deutschland zu gewöhnen und habe mich intensiv mit den Kindern beschäftigt, da ich eine Ausbildung als Sozialassistentin absolviert habe. Außerdem habe ich auch einen Spielraum für die Kinder organisiert.

Auf welcher Sprache verständigten Sie sich mit den Flüchtlingen?

Ich habe mich mit ihnen auf Kurdisch verständigt. Jedoch habe ich mich auch stets darum bemüht mich mit den Flüchtlingen auf deutsch zu verständigen, damit diese sich mit der deutschen Sprache vertrauter machen.

Wie verständigten sich die Flüchtlinge, die keine Deutschkenntnisse haben, in der Schule?

Ein Großteil der Flüchtlinge hat sehr schnell deutsch gelernt und durch ihre Mitmenschen bzw. Mitschüler verbessern sie ihre Deutschkenntnisse. Außerdem gehen die Flüchtlinge zu einem Deutschkurs oder  ehrenamtliche Personen (Lehrer, Schüler, Rentner etc.) in der Kaserne geben auch Deutschkurse.

Wie viele Menschen leben in der Kaserne?

Es leben 160 Menschen in der Kaserne.

Inwiefern trugen Sie zum Wohlbefinden der Flüchtlinge bei?

Ich habe mich sehr darum bemüht, dass sich die Flüchtlinge wohlfühlen. Sobald ich mich in der Kaserne befunden habe, habe ich sie gefragt, wie es ihnen geht, ob sie Probleme oder Wünsche hätten. Ich wollte für die Flüchtlinge auch eine Vertrauensperson sein, weshalb es mir sehr wichtig war auf deren Wünsche einzugehen. Mit den Kindern  habe ich mich beispielsweise sehr viel beschäftigt und mit den Eltern oder älteren Personen habe  ich über deren Probleme oder Sorgen geredet. Dadurch fühlten sie sich auch sehr viel wohler.

Durch das Interview führte Melina Rabiat Turunc (8a).

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