Tierschutz und Artenvielfalt – #Parteiansichten zur Wahl

In dieser Serie werden wir euch die Antworten von den Parteien zu zwölf Frage vorstellen die häfig von Kindern und Jugendlichen gestellt wurden. Die Fragen wurden von dem Team der U18 Wahl ausgewählt und an die Parteien gestellt.

„Was tut Ihr speziell für Tierschutz und Artenvielfalt auf europäischer Ebene?“

CDU CSU:

Der achtsame Umgang mit unserer Umwelt, der Tierwelt und der Vielfalt der Arten sind für CDU und CSU von zentraler Bedeutung. Auch die EU-Landwirtschaftspolitik muss ihren Beitrag leisten. Wir brauchen einheitliche Standards für Tierschutz, die europaweit durchgesetzt werden. Unsere Bauern helfen dabei, müssen aber auch Geld verdienen. Sie sollen finanziell entlohnt werden, wenn sie z. B. Blühstreifen für Bienen und Insekten anlegen. Wir wollen, dass sich die EU international engagiert, z. B. gegen illegalen Walfang und Welpenhandel.

Alternative für Deutschland:

Umweltpolitik muss sich zuerst an nationalen Gegebenheiten und Bedürfnissen orientieren. Die EU hat es nicht geschafft, die Interessen von Landwirtschaft und Umweltschutz zusammen zu bringen. Die verfehlte Förderung der Landwirtschaft steht einem effektiven Naturschutz entgegen. Die überbordende Bürokratie bedroht die Landwirte in ihrer Existenz. Ähnlich sieht es beim Verbraucherschutz aus. Viele Grenzwerte sind realitätsfern, gängeln die Verbraucher und kosten Arbeitsplätze. Wir fordern darum alle Zuständigkeiten von der EU zurück.

FDP:

Wir sind der Meinung, dass die Verantwortung für eine leidensfreie Tierhaltung nicht an den Grenzen der einzelnen Länder enden darf. Deshalb setzen wir uns für ein Europäisches Tierschutzsiegel ein. Dadurch können die Menschen einfach erkennen, nach welchen Tierschutzstandards ein tierisches Produkt hergestellt wurde. Mittelfristig wollen wir einheitliche Tierschutzstandards in Europa erreichen. Auch der Schutz der Meere und der Erhalt und Ausbau der Wälder ist uns wichtig. Denn sie bieten vielfältige Lebensräume für Tiere und Pflanzen.

BÜNDNIS 90 DIE GRÜNEN:

Millionen von Tieren leiden nach wie vor in Tierversuchslaboren, Küken werden standardmäßig die Schnäbel abgeschnitten und Tiere werden stundenlang transportiert, um dann geschlachtet zu werden. Wir GRÜNE streiten dafür, dass es allen Tieren gut geht. Die industrielle Agrarwirtschaft hat die Lebensräume von Tieren und Pflanzen umgegraben, tot gespritzt und verdrängt. Daher setzen wir uns für eine Agrarwende ein. Wir brauchen eine Landwirtschaft, die ökologisch verträglich ist, und Gifte auf den Äckern massiv reduziert.

SPD:

Wir wollen, dass keine gefährlichen Pflanzenschutzmittel mehr auf die Felder kommen. Glyphosat ist ein solches. Wir wollen es schnell verbieten, weil es Bienen und andere Insekten tötet. Wir wollen den Bauern, die ökologisch ihre Felder bestellen oder Tiere halten, mehr Geld geben. Immer mehr Landwirte sollen sich so entschließen, Öko-Bauern zu werden. Die Meere sind voll mit Plastik. Viele Tiere fressen das und sterben daran. Plastikartikel, die nur einmal gebraucht und weggeworfen werden, sowie Mikroplastik in Kosmetika wollen wir verbieten.

DIE LINKE:

Wir stellen den Schutz von Umwelt und Tieren vor Profite. Wir wollen Massentierhaltung, die nicht tiergerecht und umweltgerecht ist, verbieten. Tiertransporte müssen drastisch eingeschränkt werden. Wir fordern ein grundsätzliches Verbot von Tierversuchen. Stattdessen müssen Alternativen erforscht und gefördert werden. Meere wollen wir vor Überfischung schützen und Walfang stoppen. Bestehende EU-Regeln zum Schutz von Arten müssen durchgesetzt werden. DIE LINKE setzt sich außerdem für verbindliche Tierschutzvorschriften auf EU-Ebene und ein Tierschutzsiegel ein.

Ich bin Annika Iselhorst aus der 10ten Klasse. In der Schülerzeitung bin ich seit dem Schuljahr 2017/18. Ich interessiere mich für internationale Politik und Geografie.

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