Digitalisierung – #Parteiansichten zur Wahl

In dieser Serie werden wir euch die Antworten von den Parteien zu zwölf Frage vorstellen die häfig von Kindern und Jugendlichen gestellt wurden. Die Fragen wurden von dem Team der U18 Wahl ausgewählt und an die Parteien gestellt.

„Wie kann die EU sicherstellen, dass Digitalisierung für alle etwas Positives wird?“

FDP:

Die Teilhabe am digitalen Fortschritt geht nur mit schnellem Internet. Die EU muss daher den Ausbau der Glasfaserinfrastruktur und 5G-Funktechnologie vorantreiben. Damit niemand im digitalen Zeitalter abgehängt wird, wollen wir vor allem digitale Bildung vorantreiben – von der Schule bis ins hohe Alter. Um Ideen und digitale Innovationen zu fördern, sollen neue Unternehmen weniger bürokratische Auflagen erhalten. Auch Datenschutz und -sicherheit sind sehr wichtig. Upload-Filter lehnen wir ab, weil sie die Meinungsfreiheit zu sehr einschränken.

Alternative für Deutschland:

Die Digitalisierung verändert unser Leben in allen Belangen. Sie bringt positive, wie negative Aspekte mit sich. Der AfD ist es wichtig, dass in Schulen und Universitäten der Umgang mit digitalen Medien erlernt wird und diese sinnvoll genutzt werden. Der Unterricht sollte jedoch nicht selbst digitalisiert werden. Digitale Medien können nur Hilfsmittel sein. Der Lehrer ist und bleibt die wichtigste Bezugsperson für den Schüler. Die EU sollte nicht durch Digitalisierungskonzepte in die Bildungssouveränität der Mitgliedsstaaten eingreifen.

SPD:

Wir wollen schnelles Internet für alle gerade auch in ländlichen Regionen. Das Internet ist Fluch und Segen zugleich. Wer im Internet unterwegs ist, soll besser vor unerwünschter Werbung und Nachspionieren („tracking“) geschützt werden. Die Vertraulichkeit unserer elektronischen Kommunika-tion werden wir zudem besser schützen. Dafür überwinden wir die konservativen Widerstände gegen die sogenannte E-Privacy-Verordnung. Zudem wollen wir Daten für alle! Hierfür brechen wir die Datenmonopole von Google, Amazon, Facebook & Co.

DIE LINKE:

Das Internet ist für alle da, aber Konzerne wie Google und Facebook werden immer mächtiger. 2015 wurde eine europäische Verordnung zur Netzneutralität verabschiedet. Internetunternehmen unterlaufen sie aber weitgehend straffrei.Wir setzen uns für eine gesetzliche Absicherung der Netzneutralität ein. Infrastruktur und Netze der Telekommunikation wollen wir in öffentliches undgemeinwirtschaftliches Eigentum überführen. Gegen die wachsende Ungleichheit braucht es Steuergerechtigkeit und eine gerechte Digitalsteuer, die den Internetgiganten ihre Privilegien nimmt.

BÜNDNIS 90 DIE GRÜNEN:

Die EU muss auch ländlichen Regionen und finanziell benachteiligten Kindern und Erwachsenen einen Internetzugang ermöglichen. Zudem müssen Hassreden noch stärker verhindert und Fake News mit zusätzlichen Informationen gekontert werden. Die EU muss sich dafür einsetzen, allen eine digitale Grundbildung zu geben. Jede Userin, jeder User muss im Netz entscheiden können, was sie/er von sich preisgibt, und darf im Internet oder in Sozialen Medien nicht aufgrund des persönlichen Hintergrunds oder der finanziellen Situation benachteiligt werden.

CDU CSU:

Die Digitalisierung ist das Thema unserer Zeit und wird alle Bereiche berühren. Es gibt kaum eine Lebenssituation, in der die digitale Revolution nicht zu Veränderungen führt. Wir sind überzeugt, dass mit der Digitali-sierung immense Chancen für Europa verbunden sind. Wir schaffen eine europäische Digitalplattform für smarte Anwendungen und künstliche Intelligenz und achten auf Datenschutz für unsere Bürger. Wir wollen digital nicht abhängig sein von anderen, sondern selbst verfügen über den Rohstoff dieses Jahrhunderts: Daten und Algorithmen.

Ich bin Annika Iselhorst aus der 10ten Klasse. In der Schülerzeitung bin ich seit dem Schuljahr 2017/18. Ich interessiere mich für internationale Politik und Geografie.

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